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Die Bank der Vergessenen
Tag für Tag,
wenn ich durch den Park nach Hause geh,
sitzt du auf deiner Bank, Sommer wie Winter,
dein Mantel im Sommer zu warm
und im Winter viel zu dünn.
Du winkst mir kurz zu und ich winke zurück.
Manchmal, wenn ich Zeit habe,
lade ich dich auf einen Kaffee ein,
dann erzählst du aus deinem Leben,
wie damals,
als ich dich zum ersten Mal mit dir sprach.
damals war ich nur neugierig auf den alten Mann,
der so gar nicht am Leben um sich teilnahm.
Ich wollte mich neben dich setzten,
doch du sagtest; setz dich nicht,
daß ist die Bank der Vergessenen.
Wer hier strandet,
der hat zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben,
Wer hier strandet,
der ist nur noch eine Nummer auf irgendeinem Stück Papier.
Wer auf der Bank der Vergessenen strandet,
wird von keinem mehr wahrgenommen.
Die Bank der Vergessenen.
Damals habe ich dich zum ersten Mal
auf einen Kaffee eingeladen.
Damals waren deine Vorurteile grösser,
als die der Menschen um uns herum.
Nur langsam bist du aufgetaut,
hast mir aus deinem Leben erzählt.
Wer du einmal warst und wer du heute bist.
Dann bist du aufgestanden und hast gesagt;
dein Platz auf der Bank der Vergessenen
bliebe nicht ewig frei,
es gebe zu viele die einen Platz dort suchen.
Doch wo gehst du hin, ohne deinen Platz,
auf der Bank der Vergessenen.
Wer hier strandet,
der hat zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben,
Wer hier strandet,
der ist nur noch eine Nummer auf irgendeinem Stück Papier.